Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
Gusejnow, Musa
Sowjetbürger vermutlich aserbeidschanischer Nationalität, wurde 1917 in Kirowabad im Bezirk Baku in der Sowjetrepublik Aserbeidschan geboren. Der Elektromonteur wohnte in Kirowabad. Er dürfte entweder Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangener bzw. Angehöriger einer Hilfstruppe der Wehrmacht gewesen sein.
Seit 1943 in Haft, kam Gusejnow am 15. Februar 1945 im Zuge der Räumung frontnaher Strafanstalten im Osten mit einem vielköpfigen Sammeltransport in das Zuchthaus Hameln, vermutlich aus dem Zuchthaus Brandenburg oder einer weiter östlich – so auch im besetzten Polen – gelegenen Strafanstalt. Gusejnow gehörte zu den über 40 Teilnehmern, die den Transport nicht lange überlebten.
Musa Gusejnow starb am 29. März 1945 im Zuchthaus und wurde auf dem Friedhof Wehl ohne Sarg in einem doppelt belegten Grab bestattet (Feld C I/70).
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln

