Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

 
 
Kreugiel, Josef

Pole, wurde am 20. Januar 1903 in Sienec im Kreis Wielun geboren. Der Arbeiter wohnte in Piskornik im Kreis Wielun. Er war zuletzt in Bühren im Oldenburger Land im Arbeitseinsatz.
Am 18. September 1943 wegen „deutschfeindlicher Äußerung“ nach „Kriegssonderstrafrecht“ zu einer hohen Freiheitsstrafe verurteilt, musste Josef Kreugiel das erste Jahr seiner Strafzeit im Zuchthaus Celle verbringen.
Am 8. August 1944 wurde er mit einem Transport von 100 Gefangenen in das Zuchthaus Hameln verlegt.
Wie die Mehrzahl der Transportteilnehmer kam Josef Kreugiel in das neu eingerichtete Zuchthaus-Außenlager Holzen zum mörderischen Arbeitseinsatz; diesen überlebten mindestens 36 Mann der Erstbelegung nicht lange. Noch im August und auch im September erkrankte Josef Kreugiel, so dass er vermutlich Ende 1944 zurück nach Hameln gebracht wurde.
Kreugiel gehörte einem knapp 20köpfigen Transport vor allem vormaliger Celler Häftlinge an, der am 18. Januar 1945 zum Zuchthaus Celle abging.
Josef Kreugiel starb am 23. März 1945 im Zuchthaus Celle, vermutlich infolge der erlittenen Strapazen.

Gruppenzugehörigkeit:  Zuchthausgefangene / Strafanstalten / Celle