Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
Dejongh, Alphonse
Belgier, wurde am 2. Juni 1915 in Brüssel geboren. Der Angestellte wohnte in Brüssel-Schaerbeek, avenue Louis Bertrand 65.
Als Widerstandskämpfer bei „Nacht und Nebel“ am 23. September 1941 in Schaerbeek verhaftet und zunächst vermutlich im Gefängnis Brüssel-St. Gilles festgehalten, wurde Alphonse Dejongh heimlich nach Deutschland in das Untersuchungsgefängnis Bochum verschleppt.
Am 22. Mai 1943 kam Alphonse Dejongh mit einem großen Sammeltransport von 150 NN-Gefangenen aus Bochum in das Zuchthaus Hameln.
Am 19. Januar 1944 wurde Dejongh mit anderen Belgiern dieses Transports in das Strafgefangenenlager Esterwegen, eines der KZ-artigen Moorlager im Emsland, gebracht, vermutlich um vom Sondergericht Essen oder vom Berliner „Volksgerichtshof“ abgeurteilt zu werden.
Dass Alphonse Dejongh im weiteren Verlauf des Jahres 1944 in das Zuchthaus Sonnenburg (oder das Zuchthaus Groß Strehlitz) verschleppt wurde, ist wahrscheinlich, da die meisten belgischen Lagerinsassen nach Osten „evakuiert“ wurden.
Später wurde Dejongh – womöglich im Zuge eines Todesmarsches in Richtung Westen Anfang 1945 – in das KZ Sachsenhausen verschleppt.
Alphonse Dejongh kam im Februar 1945 im KZ Sachsenhausen ums Leben.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Strafanstalten / Sonnenburg

