Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

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Starodabowa, Tatjana

wurde 1906 in Taplinkaja im Kreis Witebsk geboren. Ihr Einsatzort als Zwangsarbeiter ist nicht bekannt.
Starodabowa starb am 16. Juli 1945 im UNRRA-Hospital Jugendherberge in Hameln an Tuberkulose und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF D 80). Ihr Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.

Stolokow, Michail

wurde am 13. Februar 1917 an einem nicht bekannten Ort geboren. Er war bis zur Befreiung vermutlich bei der Hamelner Rüstungsfabrik Kaminski im Arbeitseinsatz.
Stolokow starb am 1. Mai 1945 wie zwölf seiner Landsleute wohl nach einer Siegesfeier im DP-Lager Kaminski an einer Alkoholvergiftung und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF D 44). Sein Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.

Stotionow (oder Soktoinow), Boris

wurde am 3. August 1943 in Oldendorf geboren.
Siehe die Darstellung im Verzeichnis der Opfer unter den Kindern (Kap. 3.11.1).

Suchta, Nikodem

wurde im August 1902 in Terebejno im Kreis Baranowitsche in Weißrussland geboren. Er war im Lager Walkemühle in Hameln untergebracht und kam in der Stadt als Zwangsarbeiter zum Einsatz.
Suchta starb am 19. März 1944 im Stadtkrankenhaus Hameln an Tuberkulose und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF B 10). Sein Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.

Sujetowa, Wera

wurde am 9. September 1891 in Doroschkino im Kreis Pskow, Bezirk Leningrad (heute St. Petersburg), geboren. Ihr Geburtsname war Gawrilowa. Zum Zeitpunkt ihrer Deportation, 1944, war sie bereits Witwe.
Wera Sujetowa wurde zusammen mit ihrer knapp 20jährigen Tochter Wera Lebedewa und deren Ehemann Nikolai sowie der Mutter ihres Schwiegersohns, Alexandra Lebedewa, im April 1944 nach Hameln verschleppt.
Zuvor hatten sich die Tochter Wera und Nikolai Lebedow zwei Jahre lang in einem Versteck dem Zugriff der deutschen Besatzer entziehen können.
Wera Sujetowa musste wie auch ihr Schwiegersohn und dessen Mutter in der Hamelner Rüstungsfabrik Domag arbeiten, während ihre schwangere Tochter auf Fürsprache eines deutschen Verantwortlichen bald in einen privaten Haushalt wechseln konnte; dort hatte sie wesentlich bessere Arbeitsbedingungen.
Alle Familienmitglieder mussten im Lager der Domag in der Kuhbrückenstraße 17 leben.
In diesem Lager starb Wera Sujetowa am 15. Juli 1944 an Herzasthma; wenige Monate später wurde dort ihre Enkelin Evgenia geboren.
Wera Sujetowa wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF B 25). Ihr Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.
Am 27. März 2019 kam die Enkelin Evgenia Ermolina, geb. Lebedewa, inzwischen 74 Jahre alt, zusammen mit ihrem Sohn Pavel und ihrem Enkel Stepan in ihre Geburtsstadt Hameln, um das Grab ihrer Großmutter am Wehl zu besuchen.
Alle Informationen über Wera Sujetowas Familie stammen von der Enkelin Evgenia und sind nach deren Besuch ergänzt worden.