Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
Jouvenet, Friedrich
Franzose, wurde am 4. April 1924 in Bobigny im Departement Seine geboren. Der Tischler wohnte in Paris, Rue Jean Dremau. Vor seiner Verhaftung wurde er im 'Wiesenlager' gefangengehalten, das zu dem großen Lagerkomplex von Blechhammer bei Gleiwitz in Schlesien gehörte.
Im Mai 1944 zu einer langjährigen Zuchthausstrafe verurteilt, kam Jouvenet im Zuge der Räumung frontnaher Strafanstalten im Westen mit einem vielköpfigen Sammeltransport aus dem Zuchthaus Remscheid-Lüttringhausen am 19. September 1944 in das Zuchthaus Hameln.
Im Oktober 1944 wurde er in das Zuchthaus-Außenlager Holzen zum mörderischen Arbeitseinsatz gebracht. Die erlittenen Strapazen ließen ihn bald erkranken, so dass er als 'nicht außenarbeitsfähig' nach Hameln zurückverlegt wurde.
Friedrich Jouvenet starb am 29. März 1945 im Zuchthaus und wurde auf dem Friedhof Wehl ohne Sarg in einem doppelt belegten Grab bestattet (Feld C I/20).
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln