Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
Wilms, Karel
Belgier, wurde am 22. Dezember 1921 in Antwerpen geboren. Der Student wohnte in Antwerpen, Alte Kirchstr. 33.
Als Widerstandskämpfer am 8. Dezember 1941 bei „Nacht und Nebel“ verhaftet und zunächst im Gefängnis von Antwerpen festgehalten, wurde Karel Wilms am 8. Mai 1942 als NN-Gefangener heimlich nach Deutschland in das Untersuchungsgefängnis Essen verschleppt. Das Sondergericht Essen verurteilte ihn in einem Massenprozess am 13. Oktober 1942 wegen „Förderung kommunistischer Bestrebungen“ zu einer drastischen Freiheitsstrafe.
Zusammen mit anderen inzwischen verurteilten NN-Gefangenen kam er am 11. November 1942 in das Zuchthaus Hameln.
Mit einem Sammeltransport von 80 westeuropäischen, vor allem belgischen Widerstandskämpfern wurde Wilms am 19./20. Mai 1943 in das Zuchthaus Sonnenburg/Neumark in Ostbrandenburg verlegt.
Karel Wilms war vermutlich seit November 1944 Häftling im KZ Sachsenhausen und musste wohl im Außenlager „Klinkerwerk“ in Oranienburg arbeiten, der „Mordfabrik“ des KZ.
Bei einem Bombenangriff zwischen dem 10. und 15 April 1945 kam Karel Wilms im Außenlager „Klinkerwerk“ Oranienburg des KZ Sachsenhausen ums Leben.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Strafanstalten / Sonnenburg