Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
1. Die Opfer unter den jüdischen Bürgern
1.1 Jüdische Bürger aus Hameln
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Trammer, Wilhelm
wurde am 24. Februar 1880 in Breslau geboren und wohnte in Hannover, Cellerstr. 21.
Er war Insasse im Zuchthaus Hameln – mit einmonatiger Unterbrechung – vom 29. November 1938 bis 12. Juli 1941.
Im KZ Sachsenhausen wurde Trammer am 25. November 1941 ums Leben gebracht.
Siehe die Darstellung im Verzeichnis der Ghetto- und KZ-Opfer unter den Zuchthausgefangenen (Kap. 2.5).
Tumbowski, Max
wurde am 7. Mai 1909 in Neubrandenburg geboren und wohnte in Dresden, Alaunstr. 8.
Er war Insasse im Zuchthaus Hameln vom 4. September 1940 bis 1. April 1941.
Im KZ Sachsenhausen wurde Tumbowski am 21. April 1942 umgebracht.
Siehe die Darstellung im Verzeichnis der Ghetto- und KZ-Opfer unter den Zuchthausgefangenen (Kap. 2.5).
van der Zyl, Peter
wurde am 27. April 1905 in Hannover geboren und wohnte in Hamburg, Lindenallee 46.
Er war Insasse im Zuchthaus Hameln vom 14. August bis 1. September 1940.
Im KZ Dachau wurde van der Zyl am 18. September 1942 ums Leben gebracht.
Siehe die Darstellung im Verzeichnis der Ghetto- und KZ-Opfer unter den Zuchthausgefangenen (Kap. 2.5).
Weinberg, Ida, geb. Neuburg
wurde am 8. 2. 1877 in Hameln geboren. Ihre Eltern waren Adolf und Fanny Neuburg. Die ebenfalls deportierte Martha Rothenberg war ihre Schwester.
Über Ida Weinberg ist wenig bekannt. 1939 lebte sie in der Osterstraße 7 bei Johanne Michaelis. Nachdem Johanne Michaelis ihr Haus verkaufen mußte, wurde Ida Weinberg gezwungen, in das „Judenhaus“ Pferdemarkt 8 zu ziehen.Sie wurde am 31.3.1942 über Hannover Ahlem nach Warschau deportiert. Ida Weinberg gilt als verschollen. Das Amtsgericht Hameln hat sie für tot erklärt.
Zur Erinnerung an Ida Weinberg und Johanne Michaelis wurden am 29. Januar 2015 vor dem Haus Osterstraße 7 zwei Stolpersteine verlegt.
Siehe die Webseite www.stolpersteine.geschichte-hameln.de
Windmüller, Anna
wurde am 9. Februar 1900 in Hameln geboren. Sie wohnte zunächst in Hameln.
Anna Windmüller lebte später als geistig Behinderte in der Pflegeanstalt Dr. Fontheim in Liebenburg.
Über die 'Heil- und Pflegeanstalt Wunstorf' wurde Anna Windmüller am 27. September 1940 in die „Heilanstalt“ Brandenburg/Havel deportiert, eine „Tötungsanstalt“ der NS-„Euthanasie“.
Anna Windmüller wurde noch am Tag ihrer Ankunft, am 27. September 1940, ermordet.