Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
1. Die Opfer unter den jüdischen Bürgern
1.2.3 Jüdische Bürger aus Bad Münder
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Herze, Eugen
wurde am 1. Mai 1896 in Aachen geboren. Er lebte vor 1941 in Mühlheim und Paderborn, Grüner Weg, und seit 1941 in Bielefeld, Schlosshofstraße 73a. 1938 heiratete er Chana Herze.
Zwischen 22. Juni 1938 und 9. Oktober 1938 war er Häftling im KZ Sachsenhausen. Von Bielefeld, wo er in einem „Judenhaus“ leben musste, zog er am 21. März 1942 nach Bad Münder.
Eugen Herze wurde mit seiner Ehefrau am 28. März 1942 aus Bad Münder nach Hannover-Ahlem und am 31. März 1942 in das Ghetto Warschau deportiert. Dort ist er verschollen.
Höxter, Sofie, geb. Hammerschlag
wurde am 3. August 1877 in Bad Münder geboren. Sie wohnte in Duisburg.
Am 22. April 1942 wurde sie über Düsseldorf in das Ghetto Izbica bei Lublin in Ostpolen deportiert. Sofie Höxter wurde für tot erklärt.
Kösterlitz, Walter
wurde am 12. September 1897 in Breslau geboren.
Siehe die Darstellung im Verzeichnis der Opfer unter den jüdischen Bürgern Hachmühlens (Kap. 1.2.10).
Levy, Erna, geb. Goldschmidt
wurde am 19. Mai 1888 in Münder geboren.
Sie wohnte in Bad Driburg.
Am 31. März 1942 wurde sie in das Ghetto Warschau deportiert und kam dort ums Leben.
Ney, Helene, geb. Boley
wurde am 7. Juni 1865 in Gudensberg, Kreis Fritzlar, geboren. Sie wohnte in Bad Münder.
Helene Ney wurde am 20. Juli 1942 nach Hannover-Ahlem verschleppt, am 23. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt und von dort am 26. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka. Dort ist sie verschollen.