Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

3.  Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
 sowie den Kriegsgefangenen

3.2  Franzosen

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Lebougre, Augustin

wurde am 30. September 1901 in Savonnieres geboren. Sein Heimatort ist nicht bekannt. Er dürfte in oder bei Bad Münder im Arbeitseinsatz gewesen sein.
Lebougre starb am 10. März 1941 in Bad Münder nach einem landwirtschaftlichen Unfall an einem Schädelbruch. Er wurde auf dem Friedhof Bad Münder bestattet, später vermutlich in seine Heimat umgebettet.

Lefrancois, Francois Roger

wurde am 5. Januar 1920 in Cesny-aux-Vignes im Departement Calvados geboren. Er musste als Kriegsgefangener in Salzhemmendorf arbeiten.
Lefrancois erstickte am 17. Juni 1941 infolge einer Angina und wurde auf dem Gemeindefriedhof bestattet.

Maingny, Theophil

wurde am 19. Dezember 1917 in Plumangat im Departement Cotes du nord geboren. Er war ledig und wohnte in Plumangat. Er dürfte in oder bei Bad Münder im Arbeitseinsatz gewesen sein.
Maingny starb infolge eines Unfalls am 20. September 1942 im Reservelazarett „Deisterhort“ (Lungenheilanstalt). In den verschiedenen Totenverzeichnissen aus der Nachkriegszeit sind zwei verschiedene Bestattungsorte angegeben: Friedhof Bad Münder und Friedhof Springe.

Renaudet, Raoul

wurde am 15. Mai 1903 geboren. Sein Heimatort ist nicht bekannt. Er war als Kriegsgefangener in Hagen im Arbeitseinsatz und wird Insasse des hiesigen Gefangenenlagers gewesen sein.
Renaudet starb am 11. August 1943 im Krankenhaus Lügde. Er wurde zunächst auf dem Gemeindefriedhof Hagen bestattet und am 7. Juli 1949 in seine Heimat umgebettet.

Rousseau, Edouard

wurde am 7. Dezember 1919 in Arthon-en-Retz im Departement Loire inferieur geboren. Der Müller kam als Kriegsgefangener in Hameln zum Einsatz, womöglich bei den Wesermühlen.
Rousseau erlitt bei einem Betriebsunfall eine Gasvergiftung und starb am 7. Juni 1941 im Hamelner Reservelazarett für Kriegsgefangene. Er wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF A 50b). Er wurde am 7. Juli 1949 in seine Heimat, nach Arthon-en-Retz, umgebettet.