Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
3. Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
sowie den Kriegsgefangenen
3.6 Polen
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Dekownow, Sbischlaw (Zdislaw)
wurde am 28. Oktober 1943 in Hameln geboren.
Siehe die Darstellung im Verzeichnis der Opfer unter den Kindern (Kap. 3.11.1).
Dido, Anastasia
wurde am 15. April 1896 Kobelany im Kreis Opatow geboren. Die verheiratete Frau musste mit ihrer Tochter seit April 1940 im Lager am Langen Wall leben und in Hameln arbeiten. Später wechselte sie als Hausgehilfin nach Aerzen. Dort hielt sie sich vermutlich auch nach der Befreiung auf.
Dido wurde am 7. März 1947 bei einem Raubüberfall erdrosselt, ihr Leichnam nach Aerzen übergeführt und auf dem örtlichen Friedhof bestattet.
Dobrucki, Wladyslaw
wurde am 13. April 1892 geboren. Sein Geburts- und sein Heimatort sind unbekannt. Er war in oder bei Bad Münder im Arbeitseinsatz.
Dobrucki starb am 29. November 1950 und wurde auf einem örtlichen Friedhof bestattet. Mit der Umbettung Anfang der 1950er Jahre auf die zentrale „Ehrenstätte für Fremdarbeiter und andere Ausländer“ in Bad Münder hat er einen beschrifteten Grabstein erhalten.
Dombrowski, Andrzej
wurde am 19. September 1878 in Lodz geboren. Er musste seit Mai 1940 in der Brikettfabrik der Gewerkschaft Humboldt in Wallensen arbeiten und im dortigen „Polenlager“ wohnen.
Dombrowski starb 65jährig am 21. März 1944 an Herzstillstand und wurde am 24. März 1944 auf dem örtlichen Friedhof bestattet.
Domietrak, Julia
wurde am 15. Dezember 1914 in Dobromil im Kreis Przemysl geboren. Sie musste in einem Hamelner Hotel in der Osterstraße 27 arbeiten.
Domietrak nahm sich am 12. Januar 1942 das Leben und wurde auf dem Friedhof Wehl bestattet (Feld F II/84). Mit 39 toten Zuchthausgefangenen und Zwangsarbeitern wurde Domietrak im März 1972 auf Feld F II umgebettet (Feld F II/185) und erhielt einen beschrifteten Grabstein.