Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
1. Die Opfer unter den jüdischen Bürgern
1.1 Jüdische Bürger aus Hameln
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Schragenheim, Robert
wurde am 14. Januar 1867 in Hameln geboren. Er wohnte in Stettin.
Am 12. Februar 1940 wurde er aus Stettin in das Ghetto Belzec bei Lublin deportiert. Er starb am 1. April 1940 im Ghetto Lublin.
Schreiber, Moritz
wurde am 25. November 1901 in Zürich geboren und wohnte in Berlin, Woldenburgerstr. 15.
Er war Insasse im Zuchthaus Hameln vom 21. Dezember 1941 bis 13. November 1942.
Schreiber wurde am 22. Mai 1943 in das KZ Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.
Siehe die Darstellung im Verzeichnis der Ghetto- und KZ-Opfer unter den Zuchthausgefangenen (Kap. 2.5).
Schul, Menachem Max
wurde am 13. Januar 1921 in Hannover geboren. Seine Wohnorte waren Hameln und Hannover.
Wegen des von der nationalsozialistischen Regierung erlassenen Aufenthaltsverbots für polnische Juden wurde Menachem Max Schul am 28. Oktober 1938 aus Hannover an die polnische Grenze nach Bentschen (Zbaszyn) deportiert.
Am 14. Dezember 1940 wurde er aus Krakau in das Ghetto Debica verschleppt. Im März 1945 findet sich eine letzte Spur im Konzentrationslager Flossenbürg. Dort ist Menachem Max Schul verschollen.
Schwarz, Frieda
wurde am 10. Juni 1901 als Tochter der Eheleute Max und Regine Schwarz in Hameln geboren.
Ihre Eltern und ihr Bruder Rudolf wurden ebenfalls deportiert.
Die unverheiratete Frieda Schwarz lebte bei ihren Eltern. Im Jahre 1911 zogen die Eltern von Hameln nach Jülich, wo der Vater ein Textilgeschäft eröffnete.
Frieda Schwarz wurde von Jülich aus in den Osten deportiert. Sie gilt als verschollen.
Schwarz, Max
wurde am 4. April 1870 in Jülich geboren. Er heiratete Regine Löwenstein. Das Ehepaar hatte vier Kinder.
Seine Ehefrau Regine sowie die Tochter Frieda und der Sohn Rudolf wurden ebenfalls deportiert.
Max Schwarz lebte bis 1911 als Viehhändler in Hameln. Von Hameln zog die Familie nach Jülich, wo Max Schwarz ein Textilgeschäft eröffnete.
Max Schwarz wurde am 25. Juli 1942 zusammen mit seiner Ehefrau aus Düsseldorf in das 'Altersghetto' Theresienstadt deportiert.
Dort starb er am 12. Dezember 1942 im Alter von 72 Jahren.